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Praxis-Wissen

Varroa-Monitoring

Die Varroa-Milbe ist der größte Feind unserer Honigbienen. Erfahren Sie, wie Sie einen Befall erkennen und behandeln.

Was ist Varroa?

Die Varroa destructor ist eine Milbe, die sich von Bienenblut und Bienenpuppen ernährt. Sie gilt als eine der größten Bedrohungen für die Honigbiene weltweit und kann ganze Völker zum Zusammenbruch bringen.

Befall erkennen

Es gibt mehrere Methoden, einen Varroa-Befall festzustellen:

  • Schüttelprobe: 300 Bienen in Spiritus schütteln, Milben zählen
  • Windelprobe: Milben auf der Bodeneinlage über 7 bis 10 Tage zählen und auf den natürlichen Milbenfall pro Tag umrechnen
  • Befallene Brut: Verfaerbte, missgebildete Brut mit sichtbaren Milben
  • Stockwinden: Verfall des Volks im Spätsommer/Herbst

Schadschwelle

Die Schadschwelle ist saisonabhängig (natürlicher Milbenfall pro Tag, Empfehlungen u. a. der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau): mehr als 5 Milben pro Tag im April/Mai, mehr als 10 Milben pro Tag im Juli/August. Bei Überschreitung sollte eine Behandlung erfolgen. Genauere Werte liefern Schüttel- oder Puderzucker-Probe (Befall in % der Bienen).

Behandlungsmethoden

Es gibt verschiedene zugelassene Behandlungsmethoden:

  • Oxalsäure: Tropfen oder Sprühen im Winter, wenn keine Brut
  • Ameisensäure: Verdunster, besonders im Sommer
  • Thymol: Langzeitbehandlung, regional zugelassen
  • Wärmebehandlung: Brutwärmekammer, professionell

Vorbeugung

So beugen Sie einem starken Befall vor:

  • Regelmäßige Kontrollen durchführen
  • Schwache Völker frühzeitig behandeln
  • Brutpause durch Königinnen-zucht
  • Saubere Gerätschaften verwenden
  • Keine Völker aus unbekannten Quellen zukaufen

Imker-Logbuch Pro für Varroa-Dokumentation

Dokumentieren Sie jeden Behandlungsschritt und behalten Sie den Überblick über den Befallsverlauf.

  • Automatische Schadschwelle-Berechnung
  • Behandlungs-Erinnerungen
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